Übersicht der Gedichte

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sumer-taach

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silbiu. ein postromantisches poem

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Gedichtet

Der Blumenbumerang

Eine postromantische Ballade in Knittelversen
(Überzuckerung eines Gedichtes von 1996)

   
Eine Floristin bittet ein adretter junger Mann
um ihre Meinung: „Geht es wohl an,
dass ich einer Dame, die ich zutiefst
und zugleich höchst verehre,
einfach einen Blumenstrauß beschere?“

„Ja, warum denn nicht?“, erwidert die Befragte.
„Ich kenne keine Frau, der dieses nicht behagte.“

Darauf schildert ihr der aufgeregte Kunde,
dass er s i e vor nicht mal einer Viertelstunde
zum ersten Mal gesehen habe,
aber mit protzigem Geschenkgehabe
befürchte, mehr zu verderben,
als mit Erfolg um ihre Gunst zu werben.

‚Du Dummkopf‘, denkt sich die Blumenfrau,
‚ein heißes Bekenntnis ist besser als lau‘,
und gerät sogleich insgeheim ins Schwärmen:
‚Für einen Kerl wie d i c h
könnt’ auch ich mich leicht erwärmen,
um nicht zu sagen, sogar erhitzen.‘
(Sie hofft, er bemerke nicht ihr sachtes Schwitzen.)

„Wissen Sie“, empfiehlt das Mädchen, „bei solchen Dingen
kann’s nur mit vollem Risiko gelingen.
Der Schüchterling reizt eine Dame kaum,
jedoch erfüllt es ihren Traum,
wenn der Verehrer selbst einen Korb nicht scheut.“

„Nun denn!“, ergreift er bebend das Wort erneut,
„Dann füllen Sie mir bitte eben diesen Korb mit Rosen,
aber mit roten, damit von meinem innersten Tosen
ich ihr die allerdeutlichste Botschaft bringen kann!“ –
Und so bedient sie den verliebten Mann.

Indes, als sie den Blütenschatz ihm überreicht,
der Kunde unversehens erbleicht.
Doch nicht der stolze Preis hat dies bewirkt.
(Sein Portemonnaie nicht eben wenig birgt.)

O nein! – Beherzt versucht er vielmehr jetzt sein Glück
und reicht ihr die himmlischen Blumen zurück:
„Und sollt’ ich’s bis ans Ende meiner Tage büßen,
mein Herzensglühen erblüh’ –
oder erlösch’ auf immer hier zu deinen Füßen!“

So mutiert die Ware zum Liebespfande.
Zu sprechen fühlt sich die Schöne zwar außerstande
und dennoch kann sie die Antwort mündlich geben.

Wie Rosenduft ist nun ihr Leben!