Übersicht der Gedichte

der literaturblock

romantischer cocktail-ratgeber

gespixte festrede

ein etwas haariges poem

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kein fauler kompromiss

denkmal

identitärer mythos vom rade

anachronistischer postmoderner selbstzweifel

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sommerpoesie

burekhaus-dilogie

der urlauber und die bergfee

im gründungsrausche

zur ontologie der zucht

die honigmauer

neumondnacht

nocturne berlinois

rat an eine ungelegene

der traum vom pianistischen schäferhunde

vorübergehende störung

vor und wider spiegelungen

poesie im nebenamt

erster miss-erfolg am nordbadplatz

asternvase | hypostase

gottfrieds ärgernis

libella, manchmal

horst-leanders gelöbnis an hilde zur silbernen hochzeit

bildung einer haltung

bei betrachtung eines mir unbekannten interieurs

bedrohte kulturgüter

(an)(ver)wandlungen im (luitpold)park

schöner kotzen

abschiedsvarianten

ende der eisheiligkeit

europa schließt

du schwankst, auch ich.

marsfeld

megalino postet eine besänftigung

megalino und seine noch-ex-ex resümieren den ersten tag

megalino chattet zum jahresende mit seiner ex

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alle paar jahre wieder

schwabinger weihnachten 2015

derivate ins private

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hermesköche

finale ausuferungen

panorama

krypta

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traum in ungeweihter nacht

gwendolyn & andré

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was & wo kein guter sommerurlaub wäre:

eines deiner besten bäder

nova genesis?

tendenziell im freien falle

der moderne hintersasse

bezaubernde bizerba

kom!promiss

Elf-A-itis oder das Klausurvortags-Syndrom

laterale verletzungen

buch & bier

urlaub, einmal anders

la dune de pyla, vorösterlich

tour d’horizon

poeta subsistens

empathie der gefühle

perspektive: europa

Der Blumenbumerang

ante portas

sumer-taach

nahe fahrt und dichter vers

kleine kulturgeschichte des blutes

was ist und was vermag die lebens-kunst?

Italienische Reise im Oktober 1995

putzmann

ausnahme

die lipotrilogie

wenn hale-bopp italienisch könnte

polizeieinsatz in hügienien

ballade vom suhrkampf

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unverhoffte erkenntnis

stirn & hirn

der planet der pferde

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x & y

poetologisches hors d’œuvre

schwalbenaufruhr

mehl-ahn kohly

la testa sopra le nuvole

à la côte des mouettes

silbiu. ein postromantisches poem

Das Poesiepaket

gans wi du wilsd

sommernachtstraum

liebesgedicht

Gedichtet

romantischer cocktail-ratgeber

     
München-Schwabing, den 1. Januar 2018

Eine doppelte Hommage an Mary Shelley, deren Roman „Frankenstein“ am 1. Januar 1818 erschien, und an Goethes „Faust“, der im Jahr 2018 in München mit einem großen Festival (vom 23. Februar bis 29. Juli) gefeiert wird, am 5. Mai auch von den Poesieboten mit einem „Giesinger Faust“.

       
klassischer dichter:

„lässt du dich auf die schreibkunst ein,
darf dein gefühl nie schwankend sein.
wohin dich auch die wege führen:
stets sollst du deine sendung spüren,
sonst wird aus sinn blamable pein.

die muse will kein müsli sein,
drum lädt sie nicht zu allem ein.
gäb’ es selbst tausend off’ne türen,
sollst du sie trotzdem nicht berühren:
ein potpourri ist gar nicht fein.“


romantische kneipenpoetin, sich an die stirn tippend:

„dein ratschlag will hier gar nicht rein!
ich fühl’ mich wie ein warzenschwein.
ein warzenschwein geht nicht auf stelzen,
in jedem schlamm will es sich wälzen.
macht auch der kasus dich nicht lachen:
ich lass’ es gerne auch mal krachen
und mix’ mir mein spezialgetränk. –

nun sei doch nicht so ungelenk!
lass dich mal auf was neues ein!
ich schwör’ dir, es schmeckt gar zu fein.“


nach anfänglichem zögern nippt der klassische dichter an dem ihm angebotenen glase, um es sogleich begierig zu leeren und zur sofortigen nachfüllung der kneipenpoetin zurückzureichen. diese verrät nun das rezept:  

„gelang’s mir, deine lust zu wecken?
der drink muss einfach jedem schmecken!
schon ist dein nächstes glas gefüllt;
was es enthält, sei nun enthüllt:

bei mir kommt nur das beste rein:
als basis dient bonsanto-wein,
der kann von ratten-genen sein.
dazu ‘ne prise altöl-dünger
und schon fühlt sich die gurgel jünger.
ein tröpfchen schweiß vom kranken schwein:
voilà : der cocktail frankenstein!“


der klassische dichter läuft nun grünviolett an, das glas fällt ihm aus der hand und zerspringt in tausend stücke. er fällt tot zu boden, hinein in all die scherben, über denen danach ruh ist. imaginärer übergang von der klassik zur romantik, am horizont sichtbar: der einbruch der moderne.